Back from Incredible India: Wie geht es weiter?

Ich kann es kaum glauben, dass ich schon seit fast einer Woche wieder zurück bin aus Indien. Letzten Sonntag um diese Zeit bin ich noch mit Freunden aus Frankfurt durch die Lodi Gardens in Delhi spaziert, nach einem ausgiebigen Osterbrunch in einem meiner Lieblingscafés im Khan Market. Umgeben von indischen Großfamilien, Verkäufern mit pinkfarbener Zuckerwatte und bunten Luftballons, badminton- und cricketspielenden Jugendlichen und Selfiefans. Und jetzt sitze ich wieder in München, an meinem Schreibtisch, um meiner sonntäglichen Iron-Blogger-Pflicht nachzukommen, obwohl das Wetter nach einem frühabendlichen Biergartenbesuch ruft.

Lodigarden

Es fällt mir schwer, meine Gedanken zu sortieren und ich habe das Schreiben eines neuen Blogposts seit Tagen vor mir hergeschoben. Nicht, weil es mir keine Freude macht oder ich keine Ideen habe für neue Geschichten hätte. Ganz im Gegenteil. Ich habe so viele neue Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gemacht, dass in meinem Kopf ein wildes Durcheinander herrscht und ich Euch am liebsten sofort vor allem von der unvergesslichen Woche in Tirmasahun berichten möchte. Von den wunderbaren Menschen, die ich dort kennenlernen durfte und den vielen berührenden Momenten, die ich dort hatte. Von den zauberhaften Kindern, die mir und meiner Kamera bei meinen Spaziergängen auf Schritt und Tritt gefolgt sind, die mit Feuereifer den Baum, den Krieger und das Dreieck in meinem Yogaunterricht im Hof der Schule geübt haben. Von den tollen Frauen, die trotz schwieriger Lebensbedingungen das Lachen nicht verlernt haben und eine Stärke und Lebensfreude ausstrahlen, die einfach nur bewundernswert ist. Von der liebenswerten Großfamilie, die ihr Haus mit uns geteilt hat und uns „adoptiert“ hat. Und …

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Halt, stop. Alles schön der Reihe nach. Vor meiner Abreise sagte mir einer meiner Leser, dass er meinen Blog sehr gerne folge, sich jedoch angesichts der chronologischen und zuweilen auch thematischen Sprünge manchmal gar nicht mehr auskenne. Ja, da hat er Recht. Da sind die thematischen Ausreißer wie das Theaterprojekt an den Münchner Kammerspielen. Die Interviews mit Autoren. Die Teilnahmen an Blogparaden. Und die Zeitsprünge. Als ich letzten Sommer Hals über Kopf nach Ladakh aufgebrochen bin, bin ich mit meinen Indiengeschichten irgendwo in der Hälfte meines Sabbaticals stehen geblieben. Unterm Weihnachtsbaum in Goa.

Als ich letzten Juni in Leh im Café saß, fühlte es sich irgendwie komisch an, daran anzuknüpfen. Über Silvester in Mumbai, die Wochen in Nepal und die Besuche in Rishikesh und Varanasi zu bloggen. Also habe ich über die aktuelle Reise geschrieben, von der derzeit auch immer noch gut die Hälfte fehlt. Und dann ist da auch noch der dreiwöchige Roadtrip mit meiner Freundin Tiina letzten Frühling, der uns von Delhi über Kalkutta und Bodhgaya nach Pushkar, Amritsar und McLeodGanj und wieder zurück nach Delhi führte. Diese tausende Kilometer lange Rundreise, die wir größtenteils mit dem Zug zurückgelegt haben und die uns zu einigen der größten Heiligtümer der in Indien vertretenen Religionen brachte, habe ich bislang nur angeteasert. Das ist übrigens zufälligerweise genau ein Jahr her. Als wir heute Tiinas Geburtstag im Tafel und Schwafel in München gefeiert haben, haben wir uns nochmal an ihren Geburtstag letztes Jahr erinnert, den wir bei Pancakes und Fresh Lime Soda und Shopping im Khan Market verbracht haben.

Warum erzähle ich Euch das alles? Vielleicht, um mich selber ein wenig zu strukturieren. Um mich für die nächste Zeit zu „disziplinieren“, alles der Reihe nach zu erzählen und nicht so viel Verwirrung zu stiften. Um jetzt erst einmal mit den Wochen in Ladakh, Kaschmir und Shanghai weiterzumachen. Und dann mit dem Rest des Sabbaticals. Ihr könnt mich dann gerne einfach festnageln, wenn ich wieder einmal Gefahr laufe, „auszureißen“ ;-). So, jetzt habe ich sogar noch ein bisschen Zeit, mit dem fünften und letzten Teil der Serie „Buddhistische Klöster in Ladakh“ zu beginnen, bevor ich mich nach dreiwöchiger Abstinenz auf das Sofa begebe zum Tatort gucken … Einige Rituale kann ich einfach nicht aufgeben! Einen schönen Sonntag noch!

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2 comments

  1. Egal wie und was an Beiträgen immer bei dir erscheinen, ich lese sie sehr sehr gern und auch die Zeit- und Ortssprünge mache ich gern mit. Ich bin immer wieder auf’s neue gespannt, was es zu berichten gibt. Deshalb finde ich das nicht so schlimm, wenn auch Beiträge aus der Reihenfolge herausstechen. Aber wenn du eine kleine Vorschau gibst, etwas Spannendes passiert, was einer Fortsetzung bedarf, kann ich diese natürlich kaum abwarten. Also immer nur weiter her mit deinen Abenteuern.

  2. :-). freut mich riesig, dass ich dich zu meinen treuen lesern zählen darf! ich verfolge dafür immer, wo du gerade mit deiner yogamatte und deinem bike bist und vor allem, was du wieder für gesunde köstlichkeiten zauberst :-). dann werde ich mal in die tasten hauen und an der fortsetzung der abenteuer in incredible india basteln! LG nach berlin!

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