Bay 15 – Cabanas by the Bay: Luxus-Auszeit am Odxel Beach

Ich fürchte, ich werde doch noch vom Backpacker zum Flashpacker. Zu sehr habe ich die Tage im Bay 15 – A jüSTa Resort genossen. Nach den Wochen unter dem Moskitonetz und mit tierischen Mitbewohnern im südgoanischen Dschungel während meiner Yogalehrerausbildung hätte ich mein luxuriöses Holz-Cottage am Odxel Beach am liebsten gar nicht mehr verlassen. Klimaanlage, Wasserkocher,  Tee, Kaffee, nicht nur eine funktionierende Dusche, aus der mehr als sieben Tropfen Wasser kommen, sondern eine Regendusche, und ein fluffiges King-Size-Bett mit blütenweißer Bettwäsche – wenn man mehrere Monate mit dem Rucksack unterwegs ist, erscheint einem alleine eine solche Ausstattung wie der pure Luxus. Und wenn dann noch das Design ansprechend und heimelig ist, fühlt man sich gleich wie im siebten Himmel.

Die helle Holzverkleidung meines Schlafzimmers scheint irgendwie nicht nach Indien zu passen. Ich komme mir zunächst eher vor wie in einem alpenländischen Chalet, wie ich es vom Skifahren in Österreich kenne. Auch der Geruch nach Pinienholz weckt andere Assoziationen als an einen Strandort in Goa. Es duftet nach finnischer Sauna. Doch spätestens, als ich die Vorhänge zu meiner Terrasse aufmache, das mit seinen Holzplanken an das Deck eines kleinen Segelschiffes erinnert, weiß ich, ich bin weder in den Alpen noch in einer Sauna. Ich bin am Meer. In Indien. Von meinem Deckchair, auf dem ich morgens vor dem Frühstück immer meinen Tee trinke sollte, kann ich den Strand sehen, an dem ein paar Fischer ihre Netze leeren. Im Hintergrund wiegen sich die Palmen im Wind.

Ich bin unschlüssig. Mein eigenes, kleines Reich auf meinem „Privatdeck“ genießen? Ein wenig in dem blauen Pool abtauchen und danach auf einer der Strandliegen oder der Hängematte, die zwischen zwei Palmen aufgehängt ist, ein Buch lesen? Oder eine Runde über das Gelände drehen? Ich entscheide mich für eine kleine Erkundungstour. Schlendere die Promenade entlang, die zum Resort gehört. Schon wieder eine Hängematte. Was für eine Verlockung. Vielleicht heute Abend zum Sonnenuntergang. Nach den so vollgepackten Tagen in Indien, all den Erkundungen, Besichtigungen und Begegnungen, die so wunderbar bereichernd sind, aber auch wenig Luft zum Verarbeiten und Nachdenken lassen, kann ich es kaum erwarten, mich im wahrsten Sinne des Wortes einfach einmal „abzulegen“ und nichts zu tun. Zu dösen, dem Gesang des Meeres zu lauschen, zuzuhören, wie die Wellen an den schwarzen Steinen zerbrechen. Der Sonne dabei zuzugucken, wie sie langsam im Arabischen Meer versinkt. Und dabei ein bisschen träumen.

Die Seele baumeln lassen, das kann man gut am Odxel Beach in Dona Paula. Zwar ist die Kolonialstadt Panjim, die mit ihren portugiesisch anmutenden alten Vierteln Fontaneihas und Campal zum Bummeln einlädt, nur zehn Autominuten von Dona Paula entfernt. Doch dafür habe ich am Wochenende noch Zeit, bevor ich nach Südgoa zurückfahre, um die letzte Woche meiner Yogalehrerausbildung zu absolvieren. Nein, ich werde mich in diesen drei Tagen nicht weg bewegen von diesem ruhigen Fleckchen. Ich werde höchstens ein wenig am Strand spazieren gehen. Oder am Abend, wenn es nicht mehr so heiß ist, am Rande der großen Wiese meine Yogamatte auszurollen.

Ich genieße die Ruhe. Und suche ein schattiges Plätzchen für mich und meinen Laptop. Denn ich möchte diese „freien“ Tage auch nutzen, um meine Gedanken zu meinen Erlebnissen während der letzten Wochen und Monate in Indien zu Papier zu bringen. Ich ziehe mich auf das „Upper Deck“ zurück. Hier lenkt mich einzig und allein der Panoramablick auf das Meer ab. Und auf die Dächer der Holzchalets, die sich mit ihrer cognacbraunen Farbe so gut einfügen in das Bild. Insgesamt gibt es übrigens 15 Cottages im Bay 15 – daher auch der Name. Elf davon haben Seeblick, die übrigen vier, so wie meines, blicken auf den Pool.

Die meisten Gäste im Bay 15 sind indische Touristen. Sie genießen wie ich die Kombination aus Luxus und charmanten, kleinen Cabanas. Luxuriöse Unterkünfte findet man in Goa in der Regel nur in Form von „normalen“ Hotels, etwas abseits des Strandes. Denn dem Gesetz nach müssen in Goa feststehende Häuser mindestens 500 Meter vom Strand entfernt sein. Wenn man morgens nach dem Aufstehen seine Füße direkt im Sand verbuddeln möchte und vom Bett direkt ins Meer hüpfen möchte, bleibt einem nur der Einzug in eine der vielen windigen Bambus oder Holzhütten, die so typisch sind für die Backpackerstrände in Goa. Das Bay 15 verbindet beides, den Komfort eines Boutique-Design-Hotels und die Privatsphäre eines eigenen kleinen C0ttages.

Die Tage vergehen langsam im Bay 15, sie plätschern leise und ohne großes Aufsehen vor sich hin, wie das vor mir liegende Meer an einem Tag ohne Wind. Doch gleichzeitig vergeht der Aufenthalt am Odxel Beach, den mir das Bay 15 ermöglicht hat, viel zu schnell. Zu schnell, um mich durch all die verlockenden Köstlichkeiten zu probieren, die in der Küche des Bay 15 zubereitet werden. Welche kulinarischen Highlights ich in den drei Restaurants des Bay 15 genießen durfte, erfahrt ihr im nächsten Blogpost.

*Vielen Dank an Bay 15 – A jüSTa Resort für die Einladung. Der Text spiegelt meine eigene Meinung wider.

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2 comments

  1. Da bekomme ich sofort wieder Fernweh. Wie schön. Einfach traumhaft. Danke, dass du uns daran teilhaben lässt.

  2. Ich bekomme auch schon wieder Fernweh – das Eingewöhnen in München fällt schwer! Da träume ich mich doch gleich mal in die Hängematte im Bay 15 zurück :-). Liebe Grüße nach Berlin!

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