Sivananda Ashram Kerala Yoga

„Eat, Pray, Love 2.0.“ oder „Wie, in einen Ashram?“

„Du hast wohl zu viel ‚Eat, Pray, Love‘ gelesen!“ „In einen Ashram? Zu Osho?“ „Allein durch Indien? Nach Nepal? Bist Du verrückt? Hast Du keine Angst?“ Dies und vieles mehr musste ich mir anhören, als ich Freunden und Familie von meinen Reiseplänen erzählte.

Ich gebe zu, das Buch von Elizabeth Gilbert hatte mich schon ein wenig inspiriert zu meinem kleinen Abenteuer. Ich träumte seit längerem davon, eine Zeit lang auszusteigen. Davon, mehrere Monate zu reisen, intensiver zu reisen als in einem normalen Urlaub. Einfach zu bleiben, wenn es mir irgendwo gefällt, mir Zeit zu lassen, auch wenn es dann weniger Häkchen auf der „Seen-Done-Liste“ gibt.

Dolce far niente in Italien – wie in Eat, Pray Love

Seit ich Yoga für mich entdeckt hatte, ließ mich die Idee von dem Aufenthalt in einem Ashram nicht mehr los. Indien musste es also sein. Bali und das Happy End mit einem glutäugigen Brasilianer wie bei Elizabeth Gilbert fielen der Regenzeit zum Opfer. Italien baute ich allerdings noch ein vor meiner Abreise nach Indien. Mit meinen Freundinnen verbrachte ich eine Woche in der Toskana. Dolce far niente in einer alten Villa im Chianti. Oft denke ich an den herrlichen Blick von der Dachterrasse auf die Weinberge, an den hübschen Garten, an das köstliche Essen. Essen gab es wie bei Elizabeth Gilbert in Rom im Überfluss. Pasta, Bruschetta, Proscuitto, Formaggio, Gelati und Dolci. Ess Dich nochmal ordentlich satt, meinten die Freundinnen, im Ashram sei sicherlich Fasten angesagt.

Vier Wochen indisches Ashram – wie „Sommer in Orange“?

Nein, eine Jüngerin von Osho wollte ich nicht werden. Auch wenn ich es als Teenager ziemlich lässig fand, in eine Bhagwan-Disco zu gehen. Aber spätestens seit dem Film „Sommer in Orange“ ist klar – dieser scheinbar so freie und lockere Lebensstil hat auch seine Tücken. Verrückt war ich ebenfalls nicht. Vielleicht ein bisschen, eher konsequent und bereit, endlich meinen Traum zu verwirklichen.

Ein wenig Angst vor der eigenen Courage überfiel mich dann schon, als meine Freundin Katrin klingelte, um mich zum Flughafen zu fahren. Auf was hatte ich mich nur eingelassen, schoss mir bei einem letzten Blick auf die Wohnung durch den Kopf. Vier Monate, mutterseelenalleine, so weit weg. Warum genau wollte ich das nochmal machen? Indien? Rucksack? Ashram? Selbsterfahrung? Erleuchtung? Nepal? Unterrichten in einem buddhistischen Kloster? Schnapsidee …

Ich habe meine Freundin nicht darum gebeten, umzudrehen und bin tatsächlich in das Flugzeug gestiegen. Was ich in den vier Monaten in Indien und Nepal erlebt habe, werde ich ab sofort hier im Blog erzählen. Ich freue mich, wenn Ihr mich auf meiner Reise begleitet!

Hat Euch der Beitrag gefallen? Erzählt es doch einfach weiter!
Share on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+Pin on PinterestShare on LinkedIn

1 comment

Leave a Comment

%d Bloggern gefällt das: