Rishikesh Beatles Ashram

India, my love. 6 Gründe, warum ich schon 6 Mal in Indien war

Ich bin verliebt. Bis über beide Ohren. Und das seit ziemlich genau zehn Jahren. Im März 2006 sind wir uns das erste Mal begegnet. Es war Liebe auf den ersten Blick. Du hast mich vom ersten Moment an in Deinen Bann gezogen. Und nicht mehr losgelassen. Ich hatte Dich schon eine ganze Weile aus der Ferne angeschmachtet. Doch lange Zeit habe ich mich nicht getraut, mich Dir zu nähern. Du bist so groß, einfach riesig. Und wenn man Dich nicht kennt, wirkst Du von Weitem schon ganz schön respekteinflößend. Du bist so anders als alles, was ich bisher gesehen und erlebt habe. Genau das macht natürlich auch Deinen Charme aus. Aber es hat mich auch unsicher gemacht. Meine ersten Schritte waren daher zaghaft. Ich habe mich langsam an Dich herangetastet. Habe mich jemandem angeschlossen, der Dich gut kennt. Mich mit Netz und doppeltem Boden abgesichert, für den Fall, dass bei unserer ersten Begegnung etwas schief laufen sollte.

Doch es lief nichts schief. Ich kann nicht sagen, dass unsere erste Begegnung und die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, genauso war, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich hatte Dich zwar schon auf Bildern gesehen und viel von Dir gehört, aber eine richtige Vorstellung davon, wie Du in Wirklichkeit sein würdest, hatte ich nicht. Ich war überwältigt, als wir uns das erste Mal trafen. Deine Lebendigkeit und Deine Energie haben mich sofort angesteckt. Deine Andersartigkeit hat mich unglaublich fasziniert. Das tut sie noch immer. Ich wusste, dass Du auch einige Ecken und Kanten hast. Das hatte man mir erzählt. Doch ich wollte Dich unvoreingenommen kennenlernen. Mir mein eigenes Bild von Dir machen. Jeder von uns sieht die Dinge schließlich anders. Deine Ecken und Kanten habe ich dann auch ziemlich schnell wahrgenommen, die kannst Du schlecht verbergen.

Dein Parfüm ist gewöhnungsbedürftig, aber sonst …

India, my love. Ich komme nicht mehr von Dir los. Seit ich 2006 das erste Mal in Delhi aus dem Flugzeug gestiegen bin, hast Du mich in Deinen Bann gezogen. Obwohl unser erstes Treffen ganz schön herausfordernd war. Du hast mich mit ohrenbetäubendem Hupen und Getöse begrüßt. Hast extra Dein gutes Parfüm aufgelegt, das mit seiner Mischung aus Jasmin, Abfall, Abgasen und Exkrementen für westliche Nasen wie meine echt gewöhnungsbedürftig ist. Du hast Deine ganze Clique mitgebracht, die pausenlos auf mich eingeredet hat. Fotos mit mir machen wollte, obwohl wir uns noch gar nicht kannten. Mir ständig etwas verkaufen wollte. Dinge, die ich überhaupt nicht brauche. Und die völlig überteuert waren. Ganz schön penetrant waren die. Und richtig schlitzohrig. Besonders die Rikschafahrer unter Deinen Freunden. Die versuchen auch heute immer noch, mich über das Ohr zu hauen. Ich werde auch nie vergessen, wie wir kurz nach meiner Ankunft durch die Altstadt von Delhi gelaufen sind. Als wir kurz stehen blieben, hat sich ein älterer Mann neben uns in den Rinnstein gehockt und sein Geschäft verrichtet. Du fandest das völlig normal. Ich war irritiert. Musste schlucken.

Dein Parfüm finde ich in der Zwischenzeit übrigens gar nicht mehr ganz so penetrant. Es riecht komischerweise auch nicht überall gleich. An manchen Orten überwiegt die Jasminnote, mit einem Hauch Sandelholz. Und manchmal ist die Note auch einfach nur frisch und klar, zum Beispiel, wenn wir in den Bergen sind. An Deine Clique habe ich mich inzwischen auch gewöhnt. Ich habe gelernt, mit ihnen umzugehen. Genau wie mit Deinen übrigen Ecken und Kanten. Letztlich bleibt mir auch nichts anderes übrig. Sonst würde ich es ja nicht schon so lange mit Dir aushalten. Sie sind im Laufe der Zeit auch ein bisschen weniger geworden. Entweder hast Du heimlich daran gearbeitet, sie ein wenig runder zu machen oder Du strengst Dich an, Dich von Deiner Schokoladenseite zu zeigen, wenn wir zusammen sind.

Du bist meine Zartbitterschokolade

Ja, Indien, Deine Schokoladenseite. Zartbitterschokolade. Oder Halbbitter. Nicht unbedingt für den Geschmack der breiten Masse. Nichts für Kinder-Schokolade-Esser. Eher für die, die es etwas herber mögen. Ein Geschmack, der die Zunge kitzelt und der sich entfalten muss. Von dem man dann aber mehr hat. Ein Geschmack, dem ich so verfallen bin, dass ich inzwischen schon sechs Mal bei Dir war. Sechs Mal. Unglaublich. Und zwar nicht nur für kurze Stippvisiten, sondern zum Teil sogar richtig lange. Ich bin zum Chocoholic geworden. Wenn ich meine ganzen Besuche bei Dir aufsummiere, komme ich auf 41 Wochen. Das sind über zehn Monate. Zehn Monate.

 Das erste Mal war ich nur drei Wochen bei Dir. Das Kennenlernen bestand aus einer zweiwöchigen Gruppenrundreise in Rajasthan und einem einwöchigen Strandurlaub in Goa. Indien light. Perfekt für das erste Mal. Langsam herantasten. Schon damals war klar, ich will mehr.

Verrückte Roadtrips – Berge, Meer und unendlich viel Kultur

Es folgte eine viermonatige Reise durch Indien und Nepal, bei der ich die Höhepunkte des Südens und des Nordens kennenlernte und einen Monat in einem Ashram verbrachte. Eigentlich wollte ich in Kerala bleiben, weil ich immer noch irgendwie Respekt vor Dir hatte und nicht sicher war, ob ich mich trauen sollte, mich ganz auf Dich einzulassen. Doch ich bin dem Lockruf von magischen Orten wie Hampi, Mysore, Rishikesh und Varanasi erlegen. Und bin losgezogen. Und hatte eine unvergessliche Zeit.

Der Besuch danach war eine ziemlich verrückter Trip quer durch das Land. Ich hatte eine Liste mit Orten in Indien, die ich unbedingt einmal sehen wollte, auch wenn sie geografisch sehr weit auseinanderliegen. Die Reise führte mich von Delhi ganz in den Osten nach Kalkutta, von Kalkutta wieder Richtung Westen über Bodhgaya nach Pushkar, von dort Richtung Norden nach Amritsar und Dharamsala – und das fast alles mit dem Zug und dem Bus. Das nächste Mal war ich sechs Wochen bei Dir. Ich habe mich mutig in etwas entlegenere Regionen vorgewagt, nach Ladakh, wo ich vier Wochen mit Berge bestaunen und  Klöster besichtigen verbracht habe. Und gelernt habe, zu meditieren. Ich war auch in Kaschmir, obwohl ich immer wieder hörte, dass Kaschmir nichts für alleinreisende Frauen sei. Ich habe die Zeit auf dem Hausboot in Srinigar und beim Wandern in den Bergen, die mich ein bisschen an die Schweizer Alpen erinnert haben, rundum genossen. Und ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

Auf der Reise danach habe ich mir einen weiteren Traum erfüllt – dahin zu fahren, wo der Tee wächst, nach Darjeeling. Grüne Flauschteppiche so weit das Auge reicht. In der Ferne die majestätischen, schneebedeckten Gipfel des Himalaya. Wahrlich traumhaft. Genauso traumhaft wie meine Reise letzten Herbst, die mich dreieinhalb Monate lang kreuz und quer durch den Subkontinent geführt hat.

Eine Liebe, die schwer in Worte zu fassen ist

India, my love. Ich weiß, das war nicht mein letzter Besuch bei Dir. Du und ich, das ist für immer. Ich kenne Dich inzwischen so gut, dass es für mich fast so ist, wie nach Hause zu kommen. Trotz der langen Zeit lerne ich immer wieder neue Ecken und Seiten an Dir kennen, so dass es niemals langweilig wird. Eine verrückte Liebe, die schwer in Worte zu fassen ist. Ich habe trotzdem einmal versucht, aufzuschreiben, warum ich so verliebt in Dich bin.

1. Lebensfreude und Energie

Deine Lebensfreude, Dein Energie und Dein Lächeln sind ansteckend. Wenn ich sage, ich liebe es, dass Du so schön bunt bist und ich mich an Deinen Farben nicht satt sehen kann, rollst Du wahrscheinlich mit den Augen. Klischee pur. Aber Du musst verstehen, wo ich herkomme. In Deutschland herrscht so oft Tristesse. Gerade im Winter. Grauer Himmel. Graue Kleidung. Graue Gesichter. Anstatt seinem Gegenüber in der U-Bahn ein Lächeln zu schenken, starren die meisten lieber in ihr Smartphone. Deine Farben muntern mich auf, machen mich fröhlich. Die Blumen auf den Märkten. Die bunten Pulver für die Puja im Tempel. Deine bunten Saris. Deine bunten Hemden. Die bunten Götterstatuen in Deinen Tempeln. Die lilafarbene Lichterkette in Deiner Rikscha. Deine Farben sind für mich Ausdruck einer positiven Energie. Ausdruck von Lebendigkeit, Ausdruck einer Lebensfreude, die ansteckend ist. Genauso ansteckend wie Dein wunderschönes Lächeln, das Du jedem gerne schenkst. Ich lache gerne mit Dir.

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2. Spontaneität und Offenheit

Du bist spontan, offen und neugierig. Und auch ein bisschen verrückt. Eigenschaften, die ich in meinem Umfeld in Deutschland oft vermisse. Du fängst spontan an, auf der Straße zu tanzen, wenn Dir gerade danach ist, auch wenn die Musik dazu fehlt. Du lädst mich ein, eine Runde in Deinem „Indian Ferrari“ oder Deinem „Porsche“ zu drehen und öffnest dabei die Tür zu Deiner gelb-schwarzen Rikscha. Du willst alles wissen – wo ich herkomme, wie mir Indien gefällt, was ich schon alles gesehen habe. Manchmal bist Du dabei ein wenig zu neugierig, willst wissen, ob ich verheiratet bin, wie es kommt, dass ich alleine unterwegs bin. Dafür erzählst Du mir dann aber auch von Dir und Deiner Familie. Dass Du zwei Töchter hast, auf die Du unbändig stolz bist. Wirklich hübsche Mädchen, Du hast Fotos von ihnen dabei. Wir sprechen nicht dieselbe Sprache, aber Du redest trotzdem auf mich ein. Und irgendwie weiß ich dann doch, was Du mir sagen willst. Oder Du kannst ein wenig Englisch und versuchst, mir Deine Sprache beizubringen.

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3. Paradies für Kultur- und Naturliebhaber

Es wird nie langweilig mit Dir. Deine Kultur und Natur sind einfach so facettenreich, dass man nie aus dem Staunen herauskommt und immer wieder neue Seiten an Dir entdeckt. Prachtvolle, mit bunten Götterfiguren geschmückte Hindutempel, weißgetünchte buddhistische Klöster vor schneebedeckten Berggipfeln, auf denen bunte, tibetische Gebetsfahnen wehen. Die Gischt der Wellen des Arabischen Meeres, die meine Füße bei einem Spaziergang an einem der  Strände Goas umspült, tausend Jahre alte Bauwerke, Paläste, Tempel und Festungen, in denen man auf den Spuren Deiner langen, wechselvollen Geschichte wandeln kann. Auch abseits der ausgetretenen Pfade hast Du viele Schätze zu bieten, so dass es sich lohnt, Dich mehrmals zu besuchen.

Ladakh-Hemis

Hampi-Elephants

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4. “Why not?”

Du bist pragmatisch und lässt Dich nicht aus der Ruhe bringen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Du bist praktisch veranlagt und nimmst die Dinge so, wie sie kommen. Etwas, was ich mir bei Dir abgucken kann, denn ich tendiere dazu, immer alles planen und perfektionieren zu wollen. Da bist Du ganz anders. Wenn Du kein Geld für einen Frisörsalon hast, stellst Du einfach einen Stuhl und einen Spiegel auf der Straße auf. Wenn Du kein Geld für eine Zahnarztpraxis hast, behandelst Du Deine Patienten einfach auf der Straße. Wenn der Strom mal wieder ausfällt, dann ist das eben so. Dann werden Kerzen verteilt oder man sitzt eine Weile im Dunkeln. Bis jemand herausgefunden hat, ob vielleicht eines der unzähligen Kabel an dem Verteilerkasten an der Hauswand, aus dem die ganze Nachbarschaft ihren Strom bezieht, locker sitzt. Zeit ist für dich fließend. IFT – Indian Flexi Time. Auch wenn der Zug drei Stunden Verspätung hat, läufst Du nicht wie ein nervöses Huhn den Bahnsteig auf und ab. Du setzt Dich auf den Boden und packst Deine Tiffin-Box aus und machst erst einmal ein kleines Picknick. Du kannst Stunden damit verbringen, nichts zu tun. Vor Deinem Haus sitzen, mit Deinem Nachbarn plaudern. Die vorbeigehenden Leute beobachten.

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5. Geben und Nehmen

Du würdest Dein letztes Hemd geben. Selbst wenn Du nicht viel hast, Du denkst immer an andere. Deine Familie ist das Wichtigste für Dich und wo Du kannst, hilfst Du. Egal, ob jemand mehr oder noch weniger hat als Du. Du teilst Dein Essen mit mir. Weil ich nichts dabei habe und Du denkst, ich könnte auch hungrig sein. Du lädst mich zum Tee in Dein Haus ein und freust Dich, dass ich Dein Gast bin. Du bist beleidigt, wenn ich nicht noch einen zweiten Tee trinke und nur einen Keks esse, weil ich noch satt bin vom Mittagessen.

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 6. Dankbarkeit

Du hilfst mir, dankbar zu sein und mich auf das Wesentliche zu besinnen. Du bist ein wenig schizophren, denn Du vereinst zwei sehr gegensätzliche Welten. Tradition und Moderne. Reich und Arm. Man kann bei Dir Luxus pur genießen, in den bequemsten Hotelbetten schlafen, in den luxuriösesten Restaurants schlemmen, in klimatisierten Shopping-Malls Designerhandtaschen kaufen, sich mit einem Chauffeur von A nach B fahren lassen. Bei Dir bekommt man alles, was man im Westen auch bekommt. Direkt daneben eröffnet sich Deine Parallelwelt. Wellblechhütten neben den Bahngleisen. Menschen, die sich an einem Hydranten an der Straße die Zähne putzen, weil sie zu Hause kein fließendes Wasser haben. Plumpsklo oder Feld statt Toilette mit Spülung. Ein Zimmer für die ganze Familie. Keine Spielkonsole oder den neuesten Star Wars Lego Bausatz. Deine Kinder spielen mit Karten. Oder mit Steinen. Oder spielen Fangen und rennen über die Felder. Sie tragen keine Markenturnschuhe. Und sind trotzdem glücklich. Deine Kinder zeigen mir, dass man auch mit wenig zufrieden sein kann.

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Indiay, my love. Ich kann es kaum erwarten, Dich wieder zu besuchen.

Bis bald,
Deine Alexandra

Hinweis: Dieser Artikel wurde ursprünglich im Blog der Reiseagentur India Someday veröffentlicht.

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21 comments

  1. R

    eine wundervolle Gänsehaut-Liebeserklärung, phantastisch geschrieben und großartige Fotos, gratuliere, will mit nach increadible India 🙂

  2. danke schön, lieber robert, das freut mich sehr :-). und eine reise nach incredible india kann ich wirklich nur empfehlen :-). #gänsehaut #abenteuer #rückbesinnung LG, alex

  3. Liebe Alexandra, dieser Artikel ist viel besser als ein Reisezitat ;). Eine wundervolle Liebeserklärung, die Lust macht selbst loszuwandern, um Incredible India kennenzulernen. Und am besten packe ich dich mit ein.
    Deine Fotos sind unglaublich. Ich traue mich nicht so recht an Portraits und Menschenfotos. Du hast ein super Gespür, die Menschen und ihr Leben einzufangen. Du musst mir bei Gelegenheit mal erzählen wie du das machst. Chapeau!

  4. Liebe Sonya, und ich hatte mir schon ein Reisezitat herausgesucht für morgen, weil ich die ganze Woche zwar wild Blogartikel geschrieben habe, aber eben nicht für meine Blog :-). Aber ich werde mein Bestes versuchen, ein echter Iron Blogger zu sein ;-). Es freut mich jedenfalls sehr, dass Dir mein Valentinsbrief an Indien gefällt! Du kommst einfach beim nächsten Mal mit, um dieses durchgeknallte Land mit seinem aufdringlichen Parfüm einmal kennenzulernen, ich hoffe, Du magst Zartbitterschokolade :-)? Meine Liebe für „People Photography“ hat sich irgendwie im Laufe der Zeit entwickelt. Man musste mich auf den Pressereisen nach Varanasi und Lucknow und bei der in den Himalaya immer einsammeln und ermahnen, jetzt mal schneller zu machen, weil ich immer mit den Menschen und meiner Kamera beschäftigt war. <3 <3 <3.

  5. Hallo, ich verstehe immer noch nicht, wie man von den indischen Slums schwärmen kann. Kinder sind überall fröhlich und mit wenig zufrieden. Aber hast Du auch in die leeren Augen der Lepra-Kranken gesehen? Die todtraurigen Augen mancher Frauen? Und jedem ins Gesicht lachen/lächeln? Doch nicht in Indien! Da versteht mancher Mann ganz was anderes drunter! Ja, die alten Tempel, Moscheen sind toll! Aber eine Heilige Kuh, die völlig abgemagert am Straßenrand Plastik frisst, lenkt meinen Blick immer auf das Elend gleich neben den Prachtbauten. Ich sehe die Schönheiten, aber auch das Elend in Indien. Deshalb kann ich diese Schwärmerei nicht verstehen.
    Beste Grüße
    Ulrike

  6. Liebe Ulrike, Du hast völlig recht, dass es in Indien zwei Seiten gibt. Diese habe ich auch in anderen Artikeln schon ausführlich beschrieben. Offenbar hast Du andere Erfahrungen gemacht als ich bei meinen langen Aufenthalten in Indien. Ich habe übrigens nicht von indischen Slums geschwärmt. Wobei ich bei meinem Besuch im Dharavi Slum im Mumbai im Dezember tatsächlich das vorgefunden habe: Menschen, die dort leben und arbeiten und ihr Geld verdienen. Und von denen sich viele nicht vorstellen können, woanders zu leben. Die Stadtregierung wollte Wohnungen in anderen Vierteln zur Verfügung stellen, was viele Bewohner von Dharavi abgelehnt haben. Ich bin dort auf Kinder getroffen, die eine Schulausbildung genießen, nachmittags spielen und zufrieden sind. Auf Leprakranke bin ich tatsächlich bisher noch nicht getroffen. Ein trauriges Schicksal. Ebenso wie das Schicksal vieler Frauen, einem Thema, über das ich ebenfalls schon einiges geschrieben, u.a.im Zusammenhang mit meiner Arbeit für die NGO United for Hope. Wenn Du magst, schreibe mir doch mehr von Deinen Reisen nach Indien, gerne auch Austausch per mail lattek (at) yahoo.de. Ich würde mich freuen! Viele Grüße, Alexandra

  7. j

    Liebe Alexandra, dein Text ist wunderschön geschrieben!
    Man spürt die Liebe die in ihm steckt und mein Feuer, der Wunsch nach Indien zu reisen, ist noch malgrößer geworden.
    Mir gefallen deine Fotos, sie strahlen.
    Gerne folge ich dir und deinen Blog ab sofort und gerne lese ich noch mehr von dir!
    Alles liebe wünscht Jenni von http://www.surfdaplanet.de

  8. Liebe Jenni, freut mich sehr, dass mein kleiner „Liebesbrief“ an Indien Deine Lust geweckt hat, dieses unglaubliche Land kennenzulernen. Indien ist für mich der faszinierendste Orte, den ich bisher besucht habe. Surfen kann man in Indien übrigens auch :-). Viele liebe Grüße und ich freue mich, dass ich heute Deinen Blog entdeckt habe, sehr inspirierend, wie Du Deinen Traum lebst! Alex

  9. P

    Ohhh, diese Farben! So toll. Und die ganzen fröhlichen Gesichter, schön. Indien steht definitiv auf meiner Reiseliste, jetzt vielleicht noch mehr als davor 🙂 Ich folge dir gleich mal auf Instagram, wunderschöne Bilder.

    Liebe Grüße
    Petra von http://www.anothercopycat.com

  10. Liebe Petra,

    ja, Indien ist ein unglaublich fotogenes Land, ich kann mich da meistens nicht bremsen und habe immer meine Kamera im Einsatz. Schön, dass es auf Deiner Reiseliste ist :-). Und ich werde jetzt vielleicht endlich mal nach Kopenhagen reisen, bin gerade an dem Bericht auf einem Blog hängengeblieben. Freue mich, dass ich Deinen Blog und Deinen Instagram-Account durch „Schreib mal wieder“ entdeckt habe :-). Muss heute unbedingt eine Zimtschnecke essen :-).

    Liebe Grüße,
    Alexandra

  11. J

    Liebe Alexandra,
    nicht nur dieser Artikel, sondern gleich dein ganzer Blog macht super Lust auf Indien! Ich hatte im November meine allererste Begegnung mit dem Land und war total begeistert. Leider hatte ich nur einen einzigen Tag in Mumbai und konnte mir bisher nur einen winzigen Eindruck von Indien machen, aber schon dieser eine Tag war ein unglaubliches Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ich habe unfassbar tolle Menschen kennengelernt.
    Alles Liebe, Julia

  12. Liebe Julia,

    mich hat Indien auch vom ersten Moment an in den Bann gezogen, und nie mehr losgelassen! Vielleicht bringt Dich das Kreuzfahrtschiff ja wieder mal nach Indien und Du hast etwas mehr Zeit, das Land zu erkunden, es lohnt sich! Nach der Lektüre Deiner Artikel habe ich übrigens beschlossen, dass ich unbedingt noch mal nach Sri Lanka muss :-).

    Alles Liebe,
    Alexandra

  13. Wow, ich bin sprachlos! Indien reizt mich zwar auch, aber bisher hat bei mir immer noch die Skepsis und die Berührungsangst mit diesem durchaus doch anspruchsvollen Land überwogen. Aber du hast mir mit diesem wundervoll geschriebenen Artikel wirklich Lust auf Indien gemacht!
    Ein wirklich schöner Blog, freue mich, dass ich ihn heute entdeckt habe.
    Ganz viele Grüße aus Afrika,
    Carina

  14. Liebe Carina, freut mich sehr, dass Du heute auf meinem Blog gelandet bist :-). Ich kann Deine Berührungsängste mit Indien durchaus verstehen, die hatte ich damals auch und ich habe mich langsam herangetastet. Dafür habe ich mich noch nie nach Afrika getraut und lese gerade mit Begeisterung und Bewunderung die Artikel auf Deinem Blog. Wow, das ist für mich Abenteuer pur! Wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Master-Arbeit und genieße Deine Zeit! Viele liebe Grüße aus München, Alexandra

  15. W

    Wow, ein toller Text, der berührt. Ich kann durchaus nachvollziehen, wie es dir mit Indien geht, auch wenn das Land seine zwei Seiten hat. Mit geht es mit Ghana genau so wie dir mit Indien. Vielleicht berührt dein Text deshalb so sehr. Indien stand für mich eigentlich nie wirklich als Reiseziel auf dem Plan, aber je mehr ich über dieses Land lese, umso mehr reizt es mich doch und ich freue mich, deinen Blog durch die Schreib mal wieder Aktion entdeckt zu haben.

    Liebe Grüße,
    Wibke

  16. Liebe Wibke,

    ich freue mich riesig, dass der Text berührt. Indien hat tatsächlich zwei stark kontrastierende Seiten, und dies zu sehen, geht auch sehr tief. Doch ich wollte mich dieses Mal auf die schönen Momente und Seiten konzentrieren. Schön, dass Du auch so ein Land hast, dass Dich so fasziniert. Ich selber war noch nie in Afrika, aber die Lektüre Deiner Blogartikel über Ghana machen definitiv Lust, den schwarzen Kontinent zu entdecken. Tolles Projekt übrigens, das Du da gestartet hast!

    Liebe Grüße,
    Alexandra

  17. A

    Sie haben einen wunderbaren Artikel geschrieben…Wir sind vor gut einer Woche von unserer ersten Indien Reise zurückgekehrt. Unsere Gefühle waren vorher genauso gemischt. Ich habe dann beschlossen, mich einfach vorbehaltlos auf dieses Abenteuer einzulassen. Und das war genau richtig. Wir haben Indien genau so erlebt und es genossen. Es war unglaublich.

  18. Ich freue mich sehr, dass Ihnen mein kleiner Liebesbrief an Indien gefallen hat. Ich kann verstehen, dass Sie Ihre Reise mit gemischten Gefühlen begonnen haben. Indien ist ein Land, das fordert, das aber auch viel gibt. Schön, dass Sie positive Erfahrungen gemacht haben! Herzliche Grüße aus München, Alexandra

  19. Liebe Alexandra,
    wow – der Beitrag hat mich wirklich gefesselt. Ich habe Indien als Reiseziel nie wirklich in Erwägung gezogen, aber dein Text und deine Bilder lassen mich das Ganze definitiv noch einmal überdenken. Einfach großartig!
    Liebe Grüße,
    Luisa

  20. Liebe Luisa,

    das freut mich :-). Ich kann Dein Zögern verstehen, ich habe Indien auch lange aus der Ferne beäugelt. Doch einmal dort gewesen und ich wurde in den Bann gezogen! Es lohnt sich, es zu überdenken <3.

    Liebe Grüße,
    Alexandra

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